THEMEN DES TAGES
Selbsthilfe-Netzwerk: Zehn neue Mitglieder
Gab bei der Selbsthilfe Elmshorn nützliche Tips zur Finanzierung: Thorsten Schmidt von der AOK (rechts, stehend).
Elmshorn (yk). Die Selbsthilfe Elmshorn, eine Netzwerk-Initiative, die mittlerweile rund 50 Selbsthilfegruppen einschließt, hat sich jetzt zum ersten Jahrestreffen zusammengefunden. Die Initiative vernetzt die Gruppen und organisiert Info-Veranstaltungen wie den Selbsthilfetag im November 2004. „Der Tag war ein voller Er-

folg", sagt Initiator Rudolf Rump. Die Aktion in der Marktpassage, die unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Brigitte Fronzek stand, habe das

Netzwerk nicht nur bekannter gemacht, sondern auch erweitert. „Wir haben seitdem zehn neue Gruppen im Netzwerk", freut sich Rump. Darunter: Selbsthilfegruppen und -kontaktsteilen für Epileptiker, Psychose-Betroffene, Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten sowie Um-weltgeschädigte. Eine Gesamtübersicht gibt es

im Internet: Dank der Initiative finden alle, die Hilfe in einer Gruppe suchen, schnell alle Kontakte und Infos unter

www.selbsthilfe-elmshorn.de. Von den Anonymen Alkoholikern bis zum Väteraufbruch sind hier alle Gruppen mit Beschreibung der entsprechenden Angebote, Ansprechpartnern, Terminen und weiteren Links vertreten.

Die Initiative, die als freier Dachverband für die einzelnen Gruppen funktioniert, informierte bei der Jahresversammlung auch über die Rechte einer Selbsthilfegruppe. Die Frage, von wem und wie eine Selbsthilfegruppe

finanzielle Unterstützung beanspruchen kann, brannte den gut 25 Anwesenden unter den Nägeln. Referent Thorsten Schmidt von der AOK Schleswig-Holstein erläuterte: „Die Krankenkassen haben eine gesetzliche Verpflichtung, die Selbsthilfe zu unterstützen." Damit sind allerdings nur Gruppen chronisch Kranker gemeint. Doch auch für Grenzfälle wie die Trauergruppe gab es Rat: „Trauer kann bei einzelnen ja durchaus zu psychischen Störungen führen", so Schmidt.

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